WISH YOU WERE HERE

WISH YOU WERE HERE
Zeichnung, Installation, Malerei und Objekte von Sarah Arriagada, Silvia von Pock und Maria Schoof

Ausstellung vom 16. bis 29. Juli 2017 im Raum linksrechts, Gängeviertel
Vernissage am Sa., 15. Juli um 19 Uhr

Das Ich strebt zum Du, während das Eine anderswo ist und das Andere hier. Sehnsucht setzt intime und schwer fassbare Vorgänge in Gang, denen die drei Künstlerinnen Sarah Arriagada, Silvia von Pock und Maria Schoof in ihrem aus Malerei, Installation und Happening schöpfenden Ausstellungsprojekt nachspüren. Verstreut über mehrere Ausstellungsräume beschreibt WISH YOU WERE HERE das Verhältnis von Gegenständen zu einem bestimmten Bereich möglicher Erfahrung. Isolation zum Beispiel. Man wünscht sich innigst etwas Abwesendes herbei, das gerade jetzt nicht oder nie mehr anwesend ist. Durch Aufladung erlangt an sich banales Zeug auf einmal Objekt- oder Symbolcharakter bis hin zum Kultischen. Opa Gerhardts Zigarettenspender. Die Postkarte aus dem Urlaub. Der Geruch von Mutters Schlafanzugoberteil, was etwas in uns aufbrechen lässt. Auf einmal ist alles wieder da.

WISH YOU WERE HERE ist ein kollaborativer Flirt mit der Sehnsucht. Durch Betreten eines transzendenten Raums wird die Stimmung eines Moments, der Nachhall eines Traums, der Charakter eines Gesprächs oder einer Erfahrung zurück ins Bewusstsein geholt. In einem sich scheinbar ewig fortbewegenden Gefährt durchlebt das Ich die Dynamik der Illusion. Doch das innere Ereignis bleibt unzuverlässlich. So blitzartig es auftauchte, so unvermutet flutscht es auch wieder weg wie Seife in der Wanne.

In der Zeitkapsel bleibt die Ordnung der Dinge intakt. Das Dachstübchen wird zum ureigenen Kosmos, das entfernte Du rückt nah.

WISH YOU WERE HERE bezieht den Betrachter in die kultische Hemisphäre ein. Als Gleichgesinnter wird das Du am produktiven Doing und Undoing beteiligt. Arriagadas Wandzeichnung, die Jeden zum Mitwirken auffordert und anschließend als Teppich geknüpft wird. Von Pocks Tipi als Ort ritueller Schreibhandlung für nomadisch durch die Ausstellung schweifende Besucher, deren Aufmerksamkeit sich darin sammeln kann. In Schoofs Weltenraum kann das Ich ganz für sich auf Gedankenreise gehen und was dabei im Kopf auftaucht, als Aufzeichnung an der Wand hinterlassen.

Die Galerie ist gleichzeitig Ausstellungsraum und Atelier der drei Künstlerinnen auf Durchreise. WISH YOU WERE HERE verändert sich aufgrund seines partizipativen Charakters über den gesamten Ausstellungszeitraum hinweg. Anlässlich der Finissage ist WISH YOU WERE HERE dann in seiner endgültigen Fassung zu sehen.

Text von GILDA MEMPEL, http://www.Your-Storytelling.de

Sarah Arriagada wurde in Hamburg geboren. Sie studierte bildende Kunst an der Universität der Künste, Berlin. Ihre Arbeiten wurden in Frankreich, Deutschland und England ausgestellt. http://www.saraharriagada.com

Silvia von Pock studierte Kunst in Bremen und Berlin. Sie hat div. Ausstellungen kuratiert und ihre Arbeit wurde in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt. Silvia von Pock lebt und arbeitet in Hamburg. http://www.silviavonpock.de

Maria Schoof wurde in Hamburg geboren. Sie studierte Kulturwissenschaften und Germanistik an der Universität Bremen und Illustrationsdesign an der Bild Kunst Akademie in Hamburg. Ihre Arbeiten wurden in Belgien, Deutschland und den USA ausgestellt. http://www.mariaschoof.de

Special zur Finissage: Gedichtvortrag des Dichters und Schriftstellers Hans Brinkmann.

Hans Brinkmann wurde 1956 in Freiberg geboren, studierte Museologie in Leipzig und lebt heute als freier Autor, Journalist und Kunstkritiker in Chemnitz. Er erhielt zahlreiche Preise, darunter 1992 ein Stipendium der Deutschen Akademie Rom Villa Massimo, sowie etliche Arbeitsstipendien des Freistaates Sachsen.

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Ausstellungsdaten auf einen Blick:

WISH YOU WERE HERE – Sarah Arriagada, Silvia von Pock und Maria Schoof Vernissage: Sa., 15. Juli um 19 Uhr
Finissage (mit Lesung von Hans Brinkmann): Sa., 29. Juli, 17 bis 22 Uhr Ausstellungsdauer: 16. bis 29. Juli 2017
Öffnungszeiten: Do. bis Sa. 17 bis 20 Uhr und nach Vereinbarung
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Raum linksrechts
Valentinskamp 37 | 20355 Hamburg
raumlinksrechts.com | facebook.com/raumlinksrechts |
www.das-gaengeviertel.info/programm

Die Ausstellung wird mit freundlicher Unterstützung der Kulturbehörde Hamburg realisiert.

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