COMMAND QUEER SPEKTAKEL 2026

Dimitrios Mavroudis: DARKROOM
Joshua Tash: EUPHORIA

Ashe Schaub & Leonard Seidler: HAVE A FAG
Drei Ausstellungen im Rahmen des Command Queer Spektakels im Gängeviertel

Ausstellung am 31.7. und 01.08.2026 im Raum linksrechts, Gängeviertel
Vernissage am Freitag, den 31.07.2026, 19 Uhr

Entstanden aus dem Wunsch nach einem queeren Raum jenseits von Kommerz und Ausschluss, verbindet das Command Queer Spektakel seit 2020 politische Haltung mit kollektiver Party. Beim diesjährigen Spektakel im Gängeviertel zeigen wir in unseren beiden Räumen drei unterschiedliche künstlerische Positionen in drei parallel laufenden Ausstellungen:

Im linken weißen Raum zeigen wir „Euphoria“ von Joshua Tash. Tash hat sich zeitlebens als nicht binär empfunden. Es hat Jahrzehnte gebraucht, bis sich Tash an dieser Stelle ernst nehmen konnte. Im Zuge dessen hat sich Tash für eine Top Surgery entschieden. In den gezeigten Bildern wird Selbstermächtigung und die neu entdeckte Liebe zum eigenen Körper zelebriert!

„A real cowboy is rough, smokes cigarettes, likes men, does´t wear a shirt and has tits” – zusätzlich im weißen Raum setzen sich Ashe Schaub und Leonard Seidler durch partizipative Fotografie in dem Projekt „HAVE A FAG“ mit transmaskuliner Präsenz in schwulen Spaces auseinander – gleichzeitig wird auch Leonards Abschied von seinen Brüsten 5 Tage vor der Mastektomie gefeiert. Freut euch auf einen giga sexy Mann, der giga sexy mit Brüsten war!

Im rechten schwarzen Raum der Galerie zeigen wir die fotografische Arbeit von Dimitrios Mavroudis, die gleich zwei Räume verbindet – zwei Räume, die im Englischen denselben Namen tragen, aber in unterschiedlichen kulturellen Kontexten verortet sind: der fotografische Darkroom – die Dunkelkammer als Werkstatt der analogen Bildproduktion – und der queere Darkroom als Ort körperlicher Begegnung, Begehren und Anonymität.

In seiner künstlerischen Praxis verbindet Dimitrios Mavroudis Fotografie und Collage, um die Verflechtung von queerer Erfahrung und Bildschaffung zu untersuchen. Durch das Ausschneiden und Übereinanderlegen von Bildmaterial untersucht er die instabile Beziehung zwischen Körper, Fotografie und Representation. Anhand von Bildern von Freunden und queeren Räumen enthüllt seine Arbeit eine fragile Kartografie des Begehrens, der Materialität und der Sichtbarkeit. Dimitrios Mavroudis studiert Fotografie an der HGB in Leipzig. Zuvor studierte er Malerei und Grafik an der Kunstuniversität Linz in Österreich. Seine queere Perspektive ist durch biografische Erfahrungen von Zugehörigkeit geprägt und spiegelt sich in seiner kontinuierlichen Beschäftigung mit Gemeinschaft und Sichtbarkeit wieder. Heute lebt und arbeitet er in Berlin.

Joshua Tash (keine Pronomen) lebt in Kiel und arbeitet als Pfarrperson für quersensible Bildungsarbeit. Als öffentliche Person gibt Tash immer wieder Einblicke in die eigene Biografie und Transition. Daneben ist Tash kunstschaffend in Wort und Bild und hat an diversen Poetry und Preacherslams teilgenommen. Dabei geht es immer wieder um die Auseinandersetzung mit einengenden Narrativen und die Entdeckung von allem dazwischen. Zuletzt hat Tash im Rahmen der PrideArt Berlin zum Thema „Fluide Weiblichkeit“ ausgestellt.

Ashe Schaub (sie/they) & Leonard Seidler (er/ihm) studieren an der Hochschule Flensburg Film & Media Arts, dazu nutzen beide seit mehreren Jahren Fotografie autodidaktisch als Medium. Ashe ist eine schwarze trans*feminine Person, die in ihrer Kunst einen besonderen Fokus auf die Sichtbarkeit, Zukünfte und Vergangenheit von queeren und schwarzen Identitäten legt. Dabei ist ihr Machtkritik und die Suche nach queeren Formen und Ästhetiken besonders wichtig. Leonard ist ein weißer queerer Trans*mann, der einen besonderen Fokus auf schamlose Existenz Queeren, aber vor allem Trans*personen, als Form des Widerstands, Queere Lust außerhalb cis männlicher Körper, sowie System- und Machtkritik legt. Neben der Fotografie sind beide filmemachend und in dem Anarcha queerfeministischen Kunstkollektiv „Bilderbanden“ in Flensburg aktiv.

Fotocredits:
Joshua Tash, Lena Dandanelle, Grayson Matteo Behrens, Carla Maruscha Fellenz

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Das Gängeviertel wurde am 22. August 2009 besetzt und vor dem Abriss gerettet. Seitdem setzen wir uns für diesen nichtkommerziellen soziokulturellen Ort ein: für ein gemeinsames Leben, Arbeiten und Wohnen, für mehr Kunst, Kultur und Soziales mitten in Hamburg.

Raum linksrechts im Gängeviertel widmet sich der Förderung junger Kunst in und aus Hamburg.

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Ausstellungsdaten auf einen Blick:
Dimitrios Mavroudis: DARKROOM
Joshua Tash: EUPHORIA
Ashe Schaub & Leonard Seidler: HAVE A FAG
Drei Ausstellungen im Rahmen des Command Queer Spektakels im Gängeviertel
Vernissage: Fr., 31.07.2026, 19 Uhr
Ausstellungsdauer: 31.7 bis 01.08.2026
Öffnungszeiten: Sa., 16 bis 24 Uhr

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Raum linksrechts | Valentinskamp 37 | 20355 Hamburg

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Raum linksrechts im Gängeviertel widmet sich der Förderung junger Kunst in und aus Hamburg.

Gefördert durch die Freie und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien